Relaxliegen gibt es aus verschiedenen Materialien. Während einige so exotisch sind, daß sie kaum angeboten werden (aus Weide oder speziellem Material aus Afrika), haben sich andere verschiedene, in der Regel sehr haltbare Materialien für die Relaxliege bewährt.

Die häufigsten Materialien, aus denen Relaxliegen bestehen, sollen hier in einem Kurzbericht vorgestellt und miteinander verglichen werden

Relaxliegen aus Holz

 Gartenliege aus Holz Liegestuhl Relaxliege Strandliege mit mit Armauflagen (Grün) von IMPWOOD
klassischer Liegestuhl aus Holz, der aber heute von modernen Relaxliegen ersetzt wird
Foto: amazon *

Die Liegen aus Holz sind wohl noch am bekanntesten. Jeder kennt sicherlich die Holzliegestühle, die man nur mit bedacht zusammenklappen konnte, um sich nicht die Finger einzuklemmen. Sie bestehen aus einem, wie gesagt klappbarem Holzgestell. Dazwischen war ein mehr oder weniger stabiles Tuch eingespannt, und mehr gehörte nicht dazu.

Zeitweise gab es auch noch eine Fußauflage, die einfach am unterem Ende eingehängt wurde. Und dann konnte man mit dieser spartanischen Ausstattung herrlich in der Sonne liegen.

Diese Liegestühle aus Holz sind auch aus alten Filmen bekannt, auch Komiker haben sich mit dem Ein- und Ausklappen beschäftigt.

Sogar auf den Sonnendecks von Schiffen wurden sie aufgestellt. Heute sind sie aber überwiegend von modernen Relaxliegen ersetzt worden, obwohl in Folge der Nostalgiewelle wieder Liegestühle im Handel zu finden sind. Dabei haben sie sich aber nicht grundsätzlich weiter entwickelt, was aber auch nicht beabsichtigt war.

Relaxliegen aus Holz werden überwiegend in Innenräumen oder im eigenen Garten aufgestellt, auf Schiffen zum Beispiel sind sie wegen der salzhaltigen Luft eher ungeeignet, obwohl es dort natürlich auch welche gibt. Dann nimmt man aber meistens teures Tropenholz, das beständiger ist als europäische Hölzer.

Relaxliegen aus Kunststoff

Relaxliege aus Kunststoff
Moderne Relaxliege aus Kunststoff Bild: Amazon*


Kunststoff als Material bei Relaxliegen war eine Zeitlang verpönt. Zu schnell war auf den ersten Blick zu erkennen, daß es sich hierbei um keine hochwertigen Möbel handeln konnte. Obwohl ich das aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.

Nach den ersten Liegestühlen habe ich mir Relaxliegen (damals nannte sie man noch ganz einfach „Gartenliegen“) aus Kunststoff gekauft. Dafür hatte ich einige Gründe:

  1. Diese Relaxliegen aus Kunststoff war das billigste, was es seinerzeit gab. Und mein Garten sowie das Wohnhaus waren im „Neuaufbau“, da wurde Geld für wichtigere Dinge gebraucht.
  2. Die Relaxliegen waren für den Garten bestimmt. Ich wollte sie einmal aufstellen und mich dann das ganze Jahr nicht mehr darum kümmern (außer um die Auflagen natürlich). Da sah ich bei Kunststoff einfach die beste Möglichkeit.
  3. Meine Relaxliegen sollten auch bei schwereren Personen nicht versagen. Das war mit Relaxliegen aus Holz, die es vor einigen Jahrzehnten in kleiner Auswahl gab, nicht möglich: Sie hatten zwar ein tolles Design, einen stolzen Preis, und waren trotzdem so zierlich, daß man ihnen nicht mehr als 60 Kilo zumuten wollte.

Die letzten Relaxliegen aus Kunststoff habe ich vor ca. 10 Jahren gekauft, und sie sind heute noch da. Also kurzlebig ist anders! Klar werden alle paar Jahre die Auflagen erneuert, aber ansonsten ist es wie damals gedacht: Jedes Jahr im Frühling in den Garten gestellt, im Herbst wieder im Gerätehaus untergebracht. Zwischendurch mit dem Gartenschlauch gesäubert, mehr Arbeit ist nicht nötig.

Leider gibt es diese Relaxliegen aus Kunststoff, so wie ich sie habe, heute nicht mehr zu kaufen. Ich würde Sie Ihnen mit voller Überzeugung empfehlen, wenn Sie eher für das praktische sind und nicht auf extravagante Designs stehen.